AndreSTGT's Croatia Travelogues | | | |
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| Page Views: 2,527 Last Visit to Croatia: August, 2005 | Fahrradtour Balkan I-Slo-Hr-BiH-Sr-Ro-Hu 2005 by AndreSTGT - last update: Jan 16, 2006 |
1. Tag 1.8.05 Venedig Flughafen – Jesolo – Cortellazzo – Caorle 54km
Wir kamen erst am späten Nachmittag mit dem Flugzeug in Venedig an (HLX, 25€) und fuhren ohne einen Besuch dieser wunderschönen Stadt direkt Richtung Osten durch topfebenes, landschaftlich wenig ansprechendes Flachland. Die einzigen Steigungen waren die zahlreichen Brücken über diverse Kanäle. Bis Jesolo war der Verkehr unangenehm stark, danach ging es allerdings auf gemütlichen kleinen Sträßchen in die Dunkelheit hinein. Wir kamen erst gegen 22 Uhr auf dem Campingplatz Lagomare (13,50€ p.P.) kurz vor Caorle an und stellten zu unserer großen Überraschung fest, dass wir fast die einzigen Gäste waren, obwohl die Stellplätze hervorragend und die sanitären Anlagen die besten und modernsten waren die ich je in Italien erlebt hatte; alles brandneu.
2. Tag 2.8.05 Caorle – Latisana – Ronchi – Monfalcone 94km
Auch der heutige Tag war wieder topfeben, leider mit Gegenwind, und weder landschaftlich noch kulturell sonderlich interessant; meist auf der stark befahrenen SS14. Immerhin bekommt man hier wie überall in Italien in allen Bars entlang der Strecke hervorragenden Cappuccino, was ja auch schon etwas wert ist. Wir übernachteten im sehr einfachen Hotel alla Carlina an der SS14 am Ortseingang von Monfalcone. Das Zimmer für 48€ war altmodisch, aber zweckmäßig und hatte einen großen Balkon.
3.Tag 3.8.05 Monfalcone – Trieste – Bassovizza – Kozina –Obrov 75km
Die flache Strecke hatte heute ein Ende; bereits kurz hinter Monfalcone begann die Triester Riviera, eine sehr hübsche, grüne Steilküste an der die SS14 hoch über dem Meer verläuft, was normalerweise herrliche Ausblicke geboten hätte. Leider war das Wetter heute trist und trübe, mit viel Regen, Kälte und grauem Himmel, wohl einer der schlechtesten Augusttage seit vielen Jahren hier am Mittelmeer. Immerhin konnten wir eine längere Regenpause am Vormittag nutzen um in Trieste in einem der vielen wunderbaren Cafés im Freien zu sitzen und eine kleine Stadterkundung zu machen. Trieste wirkt, obwohl am Mittelmeer gelegen, eher mitteleuropäisch, was aufgrund der Geschichte der Stadt auch nicht unbedingt verwundert. Attraktiv ist die Stadt allemal, herrlich gelegen mit vielen prachtvollen Gebäuden aus dem 19. Jhd und eben auch einer berühmten Cafékultur. Trieste ist immer einen Besuch wert. Hinter der Stadt ging es dann kilometerlang steil bergauf bis zur slowenischen Grenze auf 500m Höhe. Eine ätzende Strecke mit hohem LKW-Aufkommen und schmaler Straße. Im letzten größeren Örtchen vor der Grenze, dem schon sehr slowenisch anmutenden Bassovizza machten wir aufgrund des einsetzenden starken Regens eine unfreiwillig lange Mittagspause; zumindest aber bot der Ort die urige Trattoria alla Pesa, die uns eine riesige Portion deliziöser Calamari mit Mangold und Kartoffel-Rucola-Salat auftischte (13€), und im Ice Cafe gab es somit das beste Eis, das ich jemals gegessen habe. Hinter der Grenze führte die Straße dann durch grüne Hügellandschaft mit meist nur kurzen Steigungen und Abfahrten, trotz schlechten Belags und vielen LkWs gut zu fahren, und zum Glück hörte der Regen auch irgendwann auf. Wir übernachteten im Motel Finida direkt an der Straße, aber in schöner Landschaft. Für ein Motel waren sowohl die Zimmer (40€) als auch das Restaurant und die Bar ziemlich schick und geschmackvoll. Das Essen war preiswert und sehr gut : Spanferkel vom Spieß (1100 SIT) und gegrillte Calamari (1300 SIT). |
|  | 4. Tag 4.8.05 Obrov – Rijeka – Crikvenica 98km
Es regnete die ganze Nacht hindurch und da es auch um 10 Uhr noch nicht aufgehört hatte fuhren wir bei strömendem Regen und Kälte die ersten gut 40km bis Rijeka, hüglig und tendenziell bergauf bis zur kroatischen Grenze, gefolgt von einer langen Abfahrt hinunter zur Küste. In Rijeka angekommen hörte der Regen zum ersten Mal auf und es war gerade so warm genug um in einem Straßencafé zu sitzen. Die große hektische Hafenstadt ist im Großen und Ganzen optisch wenig ansprechend mit Ausnahme des Korzo, einer langen, breiten Fußgängerzone mit einigen prächtigen Häuserzeilen und gemütlichen, selbst bei diesem Sauwetter vollen, Straßencafés. Hinter Rijeka ging es dann auf die Adria-Magistrale mit einigen langen, aber nicht allzu steilen Steigungen und Abfahrten. Der Verkehr war auf der teilweise recht schmalen Straße eine Katastrophe mit LKWs und Urlaubsverkehr, dafür waren die Ausblicke auf Krk und die unterhalb gelegene Küste sehr schön. Wir aßen nachmittags in einer Taverne an der Magistrale oberhalb der Bucht von Bakar unsere Tagesration : leckeres Meeresfrüchte-Risotto (40k), gegrillten Tintenfisch (40k) und Fleischspieße (27k). Übernachtung in einem Privatsobe direkt oberhalb der Straße kurz vor Crikvenica. 200k für ein einfaches Zimmer mit Küche und Bad.
5.Tag 5.8.05 Crikvenica – Senj – Jablanac – Rab 105km
Die ersten 40km bis nach Senj waren sehr gut zu fahren. Die Straße führte meist direkt an der Küste entlang, sehr hüglig, aber ohne wirklich lange Steigungen und mit weniger Verkehr als gestern. Die Ausblicke waren auch weiterhin auf der gesamten Strecke der Adria-Magistrale fabelhaft, eine fast nackte Inselwelt im tiefblauen Meer. Wir verbrachten den Vormittag in Senj, vielleicht nicht das visuell beeindruckendste und attraktivste Hafenstädtchen Kroatiens aber wohl eines der am spektakulärsten gelegenen, direkt unterhalb des massiven Küstengebirges, gegenüber der Insel Krk. In der Altstadt gab es eine kleine Anzahl an Cafés und Konobas, aber weit weniger als in touristischeren Orten. Am Hafen war es leider aufgrund der direkt am Wasser entlang führenden, verkehrsreichen Hauptstraße weniger gemütlich. Wir aßen leckere Miesmuscheln (50k) und ein durchschnittliches Risotto Nero (50k) in der netten Konoba Stari Grad. Die nächsten 40km bis nach Jablanac waren wesentlich anspruchsvoller als der vorherige Teil der Magistrale, und ebenso spektakulär. Kilometerlang ging es bergauf mit traumhaftem Blick auf Rab, Krk, Pag und fast die gesamte Kvarner Inselwelt. Der Wind blies hier oben heute teilweise so extrem (Bora im Sommer?), dass es mich mehrere Male beinahe vom Rad blies und den Abhang hinunter wehte, zum Glück meist von hinten oder von der Seite, bei Böen die von vorne kamen war das Fahren ganz und gar unmöglich. Eine lange Abfahrt führte schließlich in das malerische, kleine Dorf Jablanac, von wo wir die Fähre zur Insel Rab nahmen. Diese Überfahrt (10k) dauerte lediglich ca. 20min. Die restlichen gut 10km auf der Insel bis Rab-Stadt waren landschaftlich schön aber sehr hügelig mit vielen kurzen, steilen Steigungen und Abfahrten. Rab zählt auf den ersten Blick zurecht zu den schönsten adriatischen Städtchen mit seiner pittoresken Altstadt und der palmenbestandenen Hafenpromenade, ist im Moment aber furchtbar hektisch und überlaufen. Wir kamen zudem erst recht spät an, sodass wir vor der Dunkelheit nicht mehr allzu viel erkunden konnten. Unser Abendessen war sehr gut gewählt auf der hübschen Terrasse der Konoba Labirint in einem engen Altstadtgässchen. Fischplatte mit zwei gegrillten Fischen, Calamari, Muscheln, Scampi und Risotto (220k für 2). Ein Zimmer zu finden war hier etwas problematisch, da viele voll und die meisten auf nicht für nur eine Nacht vergeben werden. Nach einigem Rumfragen bekamen wir dann aber doch noch etwas altstadtnahes und ordentliches für 120k p.P. |
|  | 6. Tag 6.8.05 Rab – Lun – Pag – Dinjista 69km
Da die einzige Fähre auf die Insel Pag erst um 12 Uhr fuhr hatten wir morgens genügend Zeit für eine ausgiebige Stadterkundung. Rab ist wirklich sehr schön, architektonisch, wie auch landschaftlich, und vormittags war es auch noch nicht so hektisch und bevölkert. Das wohl beste Café der Stadt ist das Astoria, wunderbar direkt am schönen Hauptplatz gelegen mit superbequemen Sesseln und hervorragendem Cappuccino (7k). Bevor wir Rab verließen aßen wir noch eine Kleinigkeit in der Vinoteka Paradiso, vom Ambiente und der Einrichtung das schickste und stilvollste Lokal der Stadt mit schönem Patio, leider war das Essen etwas uninspiriert und überteuert (Pulposalat, 70k; gegrillter Tintenfisch, 80k). Die „Fähre“ nach Lun entpuppte sich als ein überfülltes altes Motorboot und unsere Fahrräder wurden separat in einem kleinen Frachtkahn nach Lun, der nördlichsten Spitze Pags, befördert. Alles wirkte sehr improvisiert, ich kam mir fast wie in Südostasien vor. Die Überfahrt (60k) dauerte ca. 1 Stunde und war sehr schön, vom Bug wo wir saßen hatte man großartige Ausblicke. Die ersten ca. 20km auf Pag waren eine Berg- und Talfahrt auf einer ruhigen, teils schlechten Straße durch einsame, von Trockenmauern durchsetzte, karge Landschaft mit Meerblick auf beiden Seiten. Bei Novalja kamen wir dann auf die stärker befahrene Hauptstraße die zweimal in langen Steigungen und Abfahrten den Bergkamm der Inselmitte überquerte – mit wunderbaren Ausblicken auf das Festlandsgebirge auf der einen und eine Vielzahl kleiner Inseln auf der anderen Seite – bevor sie sich schließlich in steilen Serpentinen hinunter nach Pag-Stadt senkte. Das Hauptörtchen der Insel, sehr hell und im Renaissance-Stil erbaut, hat zwar nicht die Pracht und Schönheit anderer kroatischer Inselhauptstädtchen, ist aber dennoch sehr hübsch und in einigen verwinkelten Gassen auch noch recht ursprünglich, ein Ort der zwar in der kurzen Sommersaison ein Touristenzentrum ist, aber in dem auch noch Einheimische ganz normal leben. Zu Abend aßen wir in bester Lage an der Hafenpromenade im Restaurant Dubrava. Paski Sir (35k), selbstverständlich, den berühmten Schafskäse der Insel; dalmatinischer, luftgetrockneter Schinken (40k) und zwei große gegrillte Sardinen mit Mangold u. Kartoffeln (40k), die sogar mir schmeckten. Eine sehr gute Wahl. Nach dem Essen fuhren wir noch gute 15km Richtung Süden, eine gemütliche Strecke mit Rückenwind und kaum Steigungen. In Dinjista schlugen wir unser Zelt auf dem Kamp Milka auf, eher der Garten eines Privathauses als ein Campingplatz, winzig klein mit Wiesenplätzen direkt am Meer und guten sanitären Anlagen (100k). Sehr schön!
7.Tag 7.8 Dinjista – Zadar – Preko – Tkon – Biograd 74km
Die ersten 20km waren von der Streckenbeschaffenheit eigentlich nicht sehr anspruchsvoll, aber durch den böigen Wind der mit Gewalt vom Festland blies kaum zu fahren. Die nächsten 20km durch das Inland nach Zadar hatten wir den Wind dann zum Glück im Rücken, diese Strecke war sehr hügelig. Zadar ist eine Großstadt (für kroatische Verhältnisse) mit zwei Gesichtern. Der neue Teil der Stadt ist unattraktiv mit vielen überraschend heruntergekommenen Plattenbauten. Die in sich abgeschlossene, zum Großteil von einer Festungsmauer umgebene Altstadt hingegen ist eines der touristischen Highlights Dalmatiens - und an diesem Sonntag im August dementsprechend voll und trubelig. Dieses relativ große Gebiet ist komplett autofrei, die Wege teils mit poliertem Marmor gepflastert. Die schönsten Piazzas und Gassen sind mit zahlreichen Straßencafés gesegnet, ideale Spots zum People Watching. Wir aßen eine Kleinigkeit zu Mittag in einem der wenigen Restaurants der Altstadt und verpassten die Fähre nach Preko um weniger als eine Minute, worauf wir uns weitere 75min in Zadar die Zeit vertreiben mussten. |
|  | In der Zwischenzeit verschlechterte sich das ohnehin schon recht trübe Wetter immer mehr und kurz nachdem wir nach ca. 20min Überfahrt (29k) die Insel Ugljan erreicht hatten fing es an zu gießen und hörte auch nicht mehr auf. Die 30km auf den beiden Inseln Ugljan und Pašman wären sicherlich gut und angenehm zu fahren gewesen : schöne Landschaft, keine dramatischen Steigungen, immer das Meer im Blick, wenig Verkehr… leider konnte ich das alles nicht genießen, es goss wie aus Kübeln, alles grau in grau und als ich in Tkon ankam war ich völlig durchnässt und zitterte vor Kälte (August in Kroatien!). Wir nahmen die Fähre (15min, 20k) zurück aufs Festland nach Biograd, ein hübscher Ort in wunderschöner Umgebung…eigentlich…denn heute spielte das absolut keine Rolle, ich wollte nur noch raus aus dem Regen, ein schönes Zimmer und eine warme Dusche. Über eine Agentur wurden wir recht schnell fündig und bezogen ein Zimmer in der Altstadt, recht hübsch mit schönem, wenn auch geteiltem Bad für 38€. Das Essen im freundlichen und sehr beliebten Restaurant Guste um die Ecke war hervorragend, sowohl die Miesmuscheln (60k/kg) als auch die sehr üppige Meeresfrüchteplatte (90k).
8. Tag 8.8 Biograd – Šibenik – Primošten – Marina – Seged Donji 120km
Bei strahlendem Sonnenschein am Morgen gönnte ich mir selbstverständlich noch einen Cappuccino auf der schönen Hafenpromenade Biograds bevor es losging auf der Magistrale Richtung Split. Ein sanft hügeliges, wunderbar zu befahrendes Terrain und schöne Ausblicke auf die Kornaten bestimmten die ersten 50 Kilometer bis Sibenik, wo wir eine ausgiebige Mittagspause machten. Von der Umgehungsstraße, die wir uns zum Glück ersparen konnten wirkt Sibenik wie eine der unattraktivsten Städte Europas mit Industrieanlagen und Plattenbauten, die jeder Beschreibung spotten. Das historische Zentrum der Stadt am Meer ist jedoch die vielleicht schönste Altstadt Kroatiens (das märchenhafte Dubrovnik einmal ausgenommen), am Hang über dem Hafen mit einem Labyrinth aus verwinkelten Gassen, Treppen, dem Kastell, Café bestandenen Piazzas und ursprünglichen Steinhäusern. Aber auch hier war heute natürlich die Hölle los. Im Highland Pub aßen wir hervorragend, und trotz des Namens dalmatinisch zu Mittag. Miesmuscheln in Tomaten-Zwiebel-Soße (60 K) und eine große Portion köstliche gegrillte Kalamari (88 K). Sehr empfehlenswert. Die nächste Etappe bis Primosten war ein echter Genuss, immer direkt an der Küste entlang, die Sonne strahlte, türkisfarbenes Meer, die vorgelagerten Inseln, ein wahres Fest für die Augen und trotz des Verkehrs sehr gut zu fahren. Primosten selbst liegt etwas abseits der Straße auf einer Landzunge, ein reizendes, teils von einer Festungsmauer umgebenes Städtchen mit schöner, palmengesäumter Hafenpromenade und gemütlichen Cafes. Besonders von oben, von den Aussichtspunkten an der Straße sieht Primosten auch auf Grund seiner Lage in traumhafter Landschaft absolut beeindruckend schön aus. Die hügeligste Teil des heutigen Tages war zwischen Primosten und Marina zu bewältigen wo die Straße für ca. 20 Kilometer die Küste verließ um ab dem hübschen Örtchen Marina wieder für einige Kilometer direkt am Wasser entlang zu führen. Der heutige Tag war landschaftlich und was das Wetter angehet bisher der Höhepunkt dieser Tour. Wir übernachteten in einem schönen Privatzimmer mit riesiger Meerblickterrasse (200 K) in Seged Donji, unmittelbar vor Trogir. Dieser Ort macht von der Straße aus betrachtet nicht viel her, ist jedoch ein echter Geheimtipp. Unten am Meer besitzt Seged eine kleine Altstadt mit wunderbarer, ursprünglicher Atmosphäre, wenigen Touristen und sehr günstigen Cafes und Konobas. Hier konnte man in unmittelbarer Nähe zum Touristenrummel von Trogir und Marina noch unverfälschtes dalmatinisches Leben betrachten. Gegessen haben wir auch sehr gut in der netten Konoba Rico mit großem Grill. Köstliche Cevapcici (32 K) und ein ganzer gegrillter Fisch (70 K). Billig und gut und in toller Atmosphäre. |
|  | 9.8. 9. Tag 98 km
Seged Donji -- Kastela -- Omis -- Makarska
Die ersten gut 20 Kilometer bis zur vierspurigen Umgehungsstraße von Split waren flach und unspektakulär auf recht holpriger Straße. Wir ließen Split links liegen und fuhren weiter auf der Adria-Magistrale in Richtung Süden. Die knapp 30 Kilometer bis Omis wären gemütlich zu fahren gewesen, meist direkt am Meer entlang, nur leicht hügelig. Leider war der Verkehr so stark, dass es sich oft staute und bei enger Straße war es auch mit dem Fahrrad nicht immer einfach eine Lücke zu finden. Wird Zeit, dass mit dem Bau einer Autobahn nach Dubrovnik begonnen wird, die Magistrale ist in den Sommermonaten hoffnungslos überlastet. Die Küste hier ist hübsch, aber ziemlich verbaut. Omis ist trotz einiger hässlicher Feriensiedlungen und Plattenbauten ein sehr schönes Örtchen mit Altstadtkern an der spektakulären Mündung der Cetina am Beginn der Schlucht. Wunderschön, aber auch ziemlich bergig mit einigen langen Steigungen war dann die restlichen Strecke bis Makarska. Traumhafte Ausblicke boten sich eigentlich auf der gesamten Fahrt, dramatische Berglandschaft, schöne Buchten mit zahlreichen Stränden, das tiefblaue Meer und die Insel Brac. Die Straße führte meist hoch über dem Meer entlang, unten an der Küste lagen vereinzelt kleinen Ortschaften. Die Riviera von Makarska ist aus gutem Grund eines der Haupttouristengebiete Kroatiens, ebenso natürlich Makarska selber, ein einziger Rummelplatz, aber ein einmalig schöner. Gelegen an einer fast kreisförmigen Bucht direkt unterhalb eines imposanten Felsmassivs. Zwar trüben einige unschöne Hotelkomplexe und Apartmentanlagen das Gesamtbild, aber die Altstadt ist wunderschön. Auf Grund der großen Konkurrenz, es muss wohl Hunderte, oft sehr geschmackvolle Cafes und Restaurants geben, ist das Preisniveau in Makarska erstaunlich niedrig. Selbst an der Hafenpromenade zahlt man lediglich sechs Kuna für einen Macchiato, ebenso im stilvollen, bequemen Pink Panther Café am Hauptplatz. Ein Zimmer zu bekommen gestaltete sich hier freilich schwierig, aber über eine Agentur bekamen wir doch noch eine Unterkunft, weit oben am Hang zwar, aber nur zehn Minuten vom Hafen. 200 Kuna für ein ordentliches Zimmer mit kleinem Bad. Wir aßen wieder sehr gut zu Abend in der Gostionica Mondo, einem netten Grillrestaurant in der Nähe vom Strand. Kalbsleber (45 K) und Kalamari (60 K) vom Grill, dazu Sopska Salat (20 K) und Miesmuscheln (50 K). |
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|  | 10.8. 10. Tag 39 km
Makarska -- Sumartin -- Bol -- Jelsa
Eine gebrochene Speiche hinderte uns daran wie ursprünglich geplant die Magistrale noch herunter bis nach Drvenik zu fahren und von dort nach Hvar überzusetzen. Da wir das Fahrrad in Makarska nicht repariert bekamen, beschlossen wir mit möglichst wenig Materialverschleiß bis Split zu kommen und nahmen um 10:30 Uhr die Fähre nach Sumartin auf Brac (25 K p.P., 29 K fürs Fahrrad). Die gut 25 Kilometer bis nach Bol im Süden der Insel waren sehr anspruchsvoll, es ging kilometerlang bergauf bis auf knapp 500 Meter und danach auf einer herrlichen 8 km langen Abfahrt in Serpentinen hinunter zum Meer, mit fantastischen Ausblicken auf die gegenüberliegende Insel Hvar, das Städtchen Bol und das berühmte " goldene Horn ". Dieser wohl am häufigsten als Postkartenmotiv verwendete Strand Kroatiens war jedoch eine kleine Enttäuschung, was jedoch weniger am Strand selber lag, als vielmehr an der Tatsache, dass man vor lauter Menschen am überfüllten Strand, diesen kaum erkennen konnte, schon gar nicht als golden. In der Nebensaison muss das goldene Horn jedoch wie man auf den Postkarten erkennen kann sehr pittoresk sein. Pittoresk, auch in der Hauptsaison, ist das Örtchen Bol selber, eines dieser typischen abgeschiedenen Küstenstädtchen, die Kroatien seinen besonderen Reiz geben. Eine große Anzahl an Straßencafes an der Uferpromenade gab es natürlich auch und im Schönsten, der schicken, superbequemen Cocktailbar Varadero verbrachte ich fast den gesamten Nachmittag bei gutem, aber teuren Cappuccino. Wir wollten eigentlich um 17:10 Uhr die tägliche Jadrolinija-Fähre hinüber nach Jelsa auf Hvar nehmen, mussten aber feststellen, dass diese keine Fahrräder mitnahm, obwohl wir nichts unversucht ließen doch noch mitzukommen. Aber es half nichts, also charterten wir uns ein Taxiboot nach Jelsa. Das war zwar nicht billig (600 K), aber die gut einstündige Fahrt auf unserem Privatboot war eines der Highlights des Urlaubs und daher sein Geld wert. Auch Jelsa ist ein unglaublich pittoreskes Hafenstädtchen in einer kleinen Bucht im Süden von Hvar. Da wir wenig Hoffnung hatten hier ein freies Privatzimmer zu finden fuhren wir gleich auf den nahe gelegenen Campingplatz, der ebenfalls überquillte. Zum Glück fanden wir noch ein kleines Plätzchen für unser Zelt hinter den sanitären Anlagen direkt über der Küste. Hauptsache ein Platz zu schlafen. Zum Abendessen fuhren wir zurück ins Städtchen wo wir in der Taverna Arsenal ausnahmsweise einmal nicht die üblichen Grillgerichte aßen, sondern französische Küche mit asiatischen Touch. Feine Froschschenkel auf thailändische Art (48 K), ein gemischter Fischteller (140 K) und Lammkeule in Rosmarinsauce (110 K). Nicht billig, aber eine schöne Abwechslung zur dalmatinischen Standardküche. |
|  | 11.8. 11. Tag 50 km
Jelsa -- Stari Grad -- Hvar -- Split - Kastela
Relativ gemütliche Strecke von Jelsa bis ins hübsche Stari Grad, Hvars wichtigstem Fährhafen mit schöner Uferpromenade und labyrinthischer Altstadt mit Steinhäusern und engen Gässchen. Ab Stari Grad ging es dann einige Kilometer bergauf bis zu einem 1500 Metern langen Tunnel, der auf die Südseite der Insel führte, wo es mit schönen Ausblicken auf die Küste noch 10 km auf sehr hügeliger Strecke bis nach Hvar-Stadt ging. Wir hatten ursprünglich vor hier zu übernachten, mussten allerdings feststellen, dass die Jadrolinija Morgenfähre keine Fahrräder mitnimmt, sodass wir auf die heutige Nachmittagsfähre angewiesen waren. Nicht so schlimm, da wir vermutlich sowieso kein Zimmer gefunden hätten. Hvar ist nach Dubrovnik vielleicht das schönste Städtchen Kroatiens mit seiner Festung über der Altstadt, dem mit Marmorplatten ausgelegten Piazza, der palmengesäumten Uferpromenade mit den schicken Cafes und Millionärsjachten, den Ausblicken auf die vorgelagerten Inselchen... aber leider ist Hvar im August auch das Mekka vieler Touristen, von jungen Rucksacktouristen bis hin zum Jet Set, und der Ort quillte nur so über vor Menschenmassen, was teilweise fast schon in Stress ausartete. Sehr schade, denn ich habe Hvar auch schon weniger überlaufen erlebt und es ist wirklich ein fantastisches Städtchen. Da wir trotzdem viel Zeit hatten aßen wir im Restaurant Gariful am Ende der Hafenpromenade zu Mittag. Gutes vom Grill gab es hier, wie das köstliche gegrillte Gemüse (18 K) und die Pulpos (70 K). Ebenfalls fein war der frische Seafood Salat (45 K), etwas abfallend, aber okay die grünen Tagliatelle mit Scampi (70 K). Faires Preisniveau für die exponierte Lage. Wir nahmen um 16:30 Uhr die riesige Fähre nach Split (35 K p.P. + 25 K fürs Fahrrad, 90 min), wo wir direkt in ein Gewitter kamen und kein Zimmer fanden. Also fuhren wir durch den Regen weiter zurück in Richtung Kastela auf teils sechsspurigen Ausfallsstraßen durch Wohnblockssiedlungen und Industriegebiete - wie pittoresk! Irgendwo in einem der Kastelas fanden wir dann doch noch ein einfaches Privatzimmer für 10 € pro Person.
12.8. 12. Tag 37 km
Kastela -- Trogir -- Marina
Im reizenden Touristenörtchen Trogir, immerhin UNESCO Weltkulturerbe, tranken wir unseren Frühstückskaffee auf der wunderschönen palmengesäumten Uferpromenade und fuhren dann bei sehr wechselhaftem Wetter zurück nach Marina, wo wir uns bereits mittags ein Zimmer nahmen, oder besser gesagt uns von der Touristeninformationen eines organisieren ließen, da es fast unmöglich ist im August ein freies Zimmer für nur eine Nacht zu bekommen. Wir hatten Glück und konnten etwas außerhalb des Ortes ein gemütliches Apartment mit herrlichem Meerblick für 40 € ergattern. Nachmittags fuhren wir noch einmal ins Städtchen und schafften es vor dem großen Gewitter unser Abendessen zu beenden. Dieses war wiederum sehr gut im wunderhübschen Garten des Grillrestaurants Konoba Hila. Wir hatten als Vorspeise einen leckeren Oktopus Salat (50 K) ; dazu frische Miesmuscheln (55 K) und einen köstlichen ganzen Fisch vom Grill (135 K). |
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Comments for AndreSTGT about Croatia | | | | |
blint Sun Jan 27, 2008 22:34 UTC Great overview! | JLBG Sun Feb 5, 2006 06:53 UTC A great page that gives a quick coverage of what Croatia has the best ! | cheekymarieh Sat Sep 4, 2004 20:26 UTC Great photos with some excellent information. | diocletianvs Sun Jul 4, 2004 17:26 UTC Great presentation and comments. Regards from Zagreb. (We have to survive this summer without Tkalciceva street as it's been reconstructed at the moment). |
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