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12325 South Africa Tips. 22605 South Africa Photos. 4 South Africa Videos. South Africa Pages by AndreSTGT
AndreSTGT's South Africa Travelogues | | | |
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| Page Views: 1,308 Last Visit to South Africa: September, 2002 | Travel diary - 7 weeks in Southern Africa (German) by AndreSTGT - last update: May 6, 2004 |
03.09 - 20.10. 2002 1€= 10 Rand
1. Tag Unser Flieger nach Madrid hatte drei Stunden Verspätung und wir mussten dazu noch in Barcelona umsteigen, so dass wir erst gegen 20 Uhr in Madrid ankamen.Wir spazierten ca. zwei Stunden durch die wunderbare Altstadt und aßen anschließend sehr gute Tapas im schicken Café Oriente.Nach einer weiteren Stunde Verspätung ging dann kurz vor 3 Uhr nachts unser Flieger nach Johannesburg.
2. Tag Wir kamen gegen Mittag in Jo'burg an, holten unseren Mietwagen und fuhren direkt weiter in Richtung Kruger Nationalpark.Nach einem überraschend ordentlichen und günstigen chinesischen Abendessen in Lydenburg übernachteten wir einige Kilometer außerhalb des Ortes im hübschen Longtom Farm Guesthouse. Hervorragende, komfortable Zimmer mit tollem Bad und Küche für 165R p.P. mit Frühstück.
3.Tag Nach dem Frühstück fuhren wir von Lydenburg über einen Pass nach Sabie in dessen Umgebung wir uns die wunderschönen Bridal Veil Falls anschauten.Anschließend nahm ich ein Bad in den Mac Mac Pools und wir warfen einen Blick auf den gleichnamigen eindrucksvollen Wasserfall.Nach einem Cappuccino im historischen Goldgräberdorf Pilgrim's Rest, das komplett unter Denkmalschutz steht, gönnten wir uns ein exzellentes, aber preisgünstiges Mittagessen im Notty Pine Restaurant in Graskop. Gutes Lammcurry auf Malay-Art, sowie die Hausspezialität Gegrillte Forelle (ca. 4€ pro Gericht).Nördlich von Graskop wurde die Landschaft noch spektakulärer. Wir besuchten zunächst einen weiteren eindrucksvollen Wasserfall, die Berlin Falls, und blickten anschließend durch "God's Window" auf das 1000m tiefe gelegene Lowveld.Die Brook's Luck Potholes waren dagegen etwas zwiespältig. Einerseits ist der kleine Canyon mit den bizarren Felsformationen wunderschön, leider wird die Gegend von scheußlichen Geländer- und Brückenkonstruktionen verschandelt damit die unvermeidlichen Buspauschaltouristen, die zunächst von einer kitschigen Tanzgruppe empfangen werden, nicht ins Wasser fallen.Danach begann der eigentliche Blyde Canyon, eine grandiose Schlucht, auf die man von mehreren viewpoints herunterblicken konnte.Übernachtet haben wir im herrlich gelegenen Aventura Eco Blydepoort Resort in anständigen Lodges mit Küche, Bad und Grillterrasse für 300R. Das Buffet im Restaurant war jedoch katastrophal.
4. Tag Nachdem wir den landschaftlich schönen Abel Erasmus Pass überquert hatten, ging es durch das Lowveld in den Kruger Nationalpark (Eintritt : 84R für 2 P).Wir enterten den Park durch das Orpen Gate und fuhren teils auf Asphalt, teils auf Piste ins Olifant Camp. Die Landschaft ähnelte hier wirklich den 'Out of Africa'- Kitschvorstellungen und wir sahen jede Menge Zebras, Giraffen und Antilopen. Zudem hatten wir das Glück auf eine Büffel- und zwei Elefantenherden zu stoßen.Unsere Unterkunft bestand aus einem typischen Rundalow, ordentlich eingerichtet und mit Grillplatz für 315R im herrlich gelegenen Olifants Camp. Von der Terrasse des Resorts konnten wir abends sogar noch einigen Hippos beim Baden zusehen.
5.Tag Um 5.30 Uhr begann die dreistündige Morgensafari, die wir tags zuvor gebucht hatten (70R p.P).Im offenen Truck (und dank low season nur zu siebt) ging es durch den Park und gleich zu Beginn erspähten wir Löwen, die von der Jagd zurückkamen.Außerdem wurden wir zu einem Platz gefahren, der perfekt für Hippobeobachtung war und sahen von weitem zwei Krokodilsköpfe, ansonsten hatten wir gestern mehr Tiere gesehen.Wir verließen Kruger durch das Phalaworba Gate und fuhren nach Tzaneen, einem modernen, aber angenehmen Provinzort, wo wir in der Villa Italia auf der Hauptstrasse ganz hervorragend und preiswert zu Mittag aßen. Carpaccio für 23R, gegrillten Tintenfisch (40R) und leckere mit Mozzarella überbackene Pilz-Spinatmischung (21R). |
Über den nebligen, grünen Mogoesbaskloof Pass ging es zur Autobahn und wir fuhren bis nach Warmbad, einem Erholungsort mit heißen Quellen, wo wir im superhübschen Palmeira Guesthouse nächtigten (180R p.P mit Frühstück). Superhübsch galt v.a. für den Gemeinschaftsbereich, die Zimmer selber hatten zwar auch sehr viel Charakter und waren großzügig, aber ein klein wenig ungepflegt.
6.Tag Morgens ging es auf kürzestem Weg (d.h. teilweise auf ungeteerten Strassen) zum Pilanesberg Nationalpark, einem Park der viel kleiner und landschaftlich schöner ist als Kruger, aber auch keine so hohe Tierdichte bietet. Dennoch haben wir immerhin ein Nashorn, Elefanten, Hippos, Gnus und Paviane erspähen können und miterleben wie ein mächtiger Löwe vor uns gemächlich die Strasse überquerte.Mitten im Park, in einem alten Kolonialgebäude gibt es ein Ausflugslokal mit wunderschöner Panoramaterrasse. Alles in allem ein sehr lohnenswertes Reiseziel.Nachmittags machten wir noch einen Abstecher nach Sun City, einer künstlichen Kitschmetropole komplett mit Palasthotel, Südseestrand und Casinos. Das Ganze ist durchaus recht gelungen, aber wirklich nicht mein Ding. Gegessen haben wir dort aber gut und preiswert im 'Squires'. Das Straußenfilet war sogar exzellent.Übernachtet haben wir in einem höchst atmosphärischen, aber zu teurem Safari tent im Pilanesberg Camp.
7.Tag Heute machten wir uns auf den Weg nach Jo'burg, allerdings mit einer ausgedehnten Mittagspause in Pretoria, dessen Zentrum sehr amerikanisch wirkt. Einige Kolonialbauten stehen auch noch und die Regierungsgebäude sind recht beeindruckend. Ansonsten ist die Stadt kein "Muss", aber auch nicht unattraktiv.Zu Mittag gegessen haben wir in Hatfield, dem Kneipen- und Restaurantviertel Pretorias auf einem schönen Patz beim Italiener 'Mozarella's". Auch hier war das Essen eigentlich gut und preiswert, leider war beim Spinatsalat und beim Carpaccio die Vinaigrette zu sauer.In Johannesburg haben wir erst einmal unser Hotel bezogen. Das 'Protea Wanderers' ist in einer "sicheren" Vorstadt, ca. 10 Autominuten vom Zentrum und hatte sehr komfortable Zimmer für 600 Rand. Nachmittags sind wir ein wenig durch die riesige Rosebank Mall geschlendert und dann abends ins hübsche Restaurantviertel Melville gefahren. Hier reiht sich ein Café und Restaurant ans Nächste. Wir hatten also die Qual der Wahl und entschieden uns für 'Chaplin's', das zu den 100 besten Restaurants in Südafrika gehören soll. Das Ambiente war großartig, die Präsentation allerdings zu prätentiös und das Essen bestenfalls Durchschnitt. Das Straußenfilet war sehr gut, die Crème Brulée ganz ok, das Thai Prawn and Chicken Curry war jedoch ein absoluter Witz und schmeckte nach nichts. Auf Nachfrage lautete die Antwort dass dies so sein müsste da die thailändische Küche ja grundsätzlich sehr mild sei (!!!).
8. Tag Heute machten wir eine geführte Tour durch Johannesburg und Soweto. Für 250R p.P hatten wir einen Minibus und einen Guide für uns ganz allein, was doch sehr überraschend war. Das Ziel unseres Guides war es uns zu zeigen, dass die Berichte über Verbrechen und Gefahr in Jo'burg nicht der Wahrheit entsprechen und Größtenteils der Vergangenheit angehören und er war damit so erfolgreich, dass wir uns nachmittags nochmals auf eigene Faust das ach so gefährliche Zentrum Jo'burgs erkundeten. Jo'burg ist eine riesige Stadt mit superreichen Vororten, einer Downtown, wo zwischen all den Wolkenkratzern noch einige Kolonialbauten stehen, und eben den riesigen Townships, die Vorstädte, die die Schwarzen während der Apartheid beziehen mussten. |
Das Highlight in Jo'burg war der Blick über die Stadt vom 52. Stock des Carlton Buildings.Soweto ist kein Slum im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine eigene Stadt mit vielen bescheidenen Häusern der Mittelklasse, einigen großen Villen und eben auch den Armensiedlungen, die allerdings im Vergleich mit den Slums in Indien recht gesittet aussehen. Der Besuch von Mandelas Ex- Haus war eher Touristenabzocke, das brandneue Museum um die Ecke, wo die Aufstände von 1976 dokumentiert wurden war jedoch exzellent. Zu Mittag gegessen haben wir ebenfalls in Soweto, im Wandie's Place, wo zwar ebenso viele Touristen wie Einheimische waren, dessen All-You-Can-Eat Buffet für 50 R im atmosphärischen Speisesaal allerdings sehr in Ordnung war. Traditionelle afrikanische Küche, sehr simpel, aber schmackhaft.Abend gegessen haben wir in Newtown, dem 'neuen' Kulturviertel Jo'burgs im Zentrum. 'Gramadoelas' soll das schönste und beste Restaurant Südafrikas sein und jeder der was auf sich hält diniert hier. An diesem Abend waren wir jedoch die einzigen Gäste in diesem wunderschönen Lokal. Das Essen war ausgezeichnet, das marokkanische Dessert sogar ein Traum und die Preise überraschen moderat.
9.Tag Von Jo'burg bis Swaziland waren es ca. 400km durch langweilige Agrar- und Industrielandschaft.Die Prozedur an der Grenze verlief schnell und einfach und wir fuhren weitere 35km bis in die Molotja Wilderness Area, wo wir uns eine komfortable Holzhütte mit Küche und Kamin mieteten (300R).Auf den holprigen ungeteerten Straßen des Reservats fuhren wir durch traumhafte wilde Berglandschaft zu einigen Aussichtspunkten, bevor wir eine zweistündige Wanderung entlang eines Canyons zum Malotja Wasserfall machten. Die Wanderung war zwar aufgrund des großen Höhenunterschiedes sehr anstrengend, aber die fantastischen Ausblicke in der Einsamkeit der Wildnis entschädigte für die Strapazen.
10.Tag Nach einem Stadtbummel in Mbabane, der schön gelegenen kleinen Hauptstadt Swazilands, die allerdings nicht sonderlich attraktiv ist, fuhren wir ins königliche Ezulwini Valley. Wir machten zunächst unsere Unterkunft klar. Die Sondzuela Backpacker's Lodge liegt im abgeschiedenen Mlilwane Wildlife Reservat und ist ein ungewöhnlich komfortables Travelerguesthouse mit Pool auf einem großen Grundstück. Das Doppelzimmer hier kostete 150 E mit blitzsauberem Gemeinschaftsbad.Nachdem wir für den nächsten Tag eine 'Luxussafari' (730R p.P all inclusive) im Mkhaya Reservat gebucht hatten, fuhren wir zunächst ein wenig durch Mlilwane, wo es u.a Warzenscheine und Zebras zu sehen gab. Danach besuchten wir ein Swazi Cultural Village (40R) im Ezulwini Tal. Das Dorf ist wunderschön an einem Fluss und nahe eines hübschen Wasserfalls mit Picknickplatz gelegen und wird noch bewohnt, so dass es keine allzu schlimme Touristenfalle ist. Nach einer Führung mit Lendenschurz-Guide sahen wir noch einen traditionellen Swazi-Tanz, der allerdings wenig beeindruckend war. Der Besuch des Dorfes war dennoch lohnenswert.
11.Tag Heute begann um 10 Uhr unsere erste Safari in einem Privatreservat. Wir wurden mit dem Landrover von einem Guide abgeholt und sahen auf dem Weg zum Camp eine Nashornfamilie mit tapsigem Babynashorn zum Anfassen nahe. Das bisher eindrucksvollste Safarierlebnis. Im Camp angekommen gab es ein gutes Mittagessen und bis nachmittags waren wir die einzigen Gäste. Das Camp und die Unterkünfte dort sind wohl so ziemlich der atmosphärischste und wundervollste Ort an dem man übernachten kann. Die open-air stone cottages sind isoliert mitten im Busch gelegen und dennoch sehr komfortabel.Den zweiten Wilflife Drive hätten wir uns eigentlich sparen können, da wir das beste Erlebnis schon mittags hatten und das Camp so traumhaft ist. Immerhin sahen wir noch einmal Giraffen, Hippos, Krokodile and natürlich Nashörner. Das Abendessen war ebenfalls gut (v.a das Impala mit Kohl), die Atmosphäre abends im Camp unschlagbar. |
12. Tag Frühmorgens vor dem Frühstück machten wir unsere letzte Exkursion und sahen nochmal 3 der Big 5 : Elefanten, Büffel und Nashörner. Danach hieß es leider Abschied nehmen vom Camp und wir fuhren in Richtung KwaZulu Natal. Swaziland verabschiedete uns mit einem großartigen Mittagessen im Lubombo Lobster Restaurant in Big Bend. Großartige King Prawns (140R das Duzend), schmackhaftes Seafood Curry u. gegrillte Calamari, so günstiges Seafood dazu noch so gut zubereitet findet man wohl selten. Wieder in Südafrika fuhren wir über das spektakuläre Lebombo Gebirge nach Sodwana Bay ins Maputaland. Die Straße war viele Kilometer ungeteert, aber recht gut befahrbar. Wir mieteten uns im Nationalpark ein großes Chalet mit Terrasse und Blick über den indischen Ozean inmitter dichter grüner Vegetation. Ein weiteres herrliches Fleckchen Erde für 320R.
13. Tag Heute haben wir einen gemütlichen Tag in Sodwana Bay verbracht. Morgens waren wir einige Stunden am kilometerlangen, einsamen Strand, der sich vor herrlicher dichter, grüner Vegetation erstreckte. Mittags haben wir im netten Restaurant der Sodwana Bay Lodge lecker Fisch gegessen und den Rest des Tages in unserem wunderbaren Chalet verbracht. An der Küste der Sodwana Bay gibt es die südlichsten Korallenriffe der Welt die sehr beeindruckend sein sollen, leider war es heute sehr windig, so dass wir auf das Schnorcheln verzichten mussten.
14. Tag Morgens Fahrt nach St. Lucia, wo wir auf dem gleichnamigen See eine Bootsfahrt unternahmen (20R p.P.) auf der es Krokodile und Hippos zu sehen gab. Der Strand und die Laguna von St. Lucia sind ebenfalls sehr schön. Nach einem exzellenten Seafood Mittagessen im Quarterdeck (die Tintenfischsteaks waren fantastisch, ebenso die unvermeidbar teure Languste) fuhren wir durch die schöne Hügellandschaft des Zululands ins Landesinnere bis nach Babanango, einem abgelegen Kaff, wo wir im altehrwürdigen Babanango Hotel abstiegen. Das Hotel hat sicherlich schon bessere Tage gesehen und die Zimmer waren recht teuer (360R), aber die Drinks in der großartig sortierten Stan's Bar und das Abendessen waren spottbillig.
15.Tag Über Dundee und Harrissmith in den Golden Gate Nationalpark der farbenfrohe Sandsteinformationen zu bieten hatte. Hinter dem Park machten wir Mittagspause in dem hübschen Künstlerdorf Clarens, wo es in der Einöde überraschenderweise schöne Cafés und Restaurants gab, eine absolute Rarität in dieser Gegend. Weiter durch beeindruckende Landschaft nach Fouriesburg, nahe der Grenze zu Lesotho, wo wir etwas außerhalb in einem Chalet im abgelegenen Meiringsskloof Camp übernachteten. Das Chalet war zwar einfach, aber großzügig, herrlich unterhalb hoher Felsen gelegen und billig (180R). Abends haben wir und Rinderfilet und Boerenwurst gegrillt, da der Grillplatz hinter unserem Chalet einfach unwiderstehlich war.
16.Tag Wir sind heute frühmorgens nach Lesotho gefahren. Dort begann eine neue spektakulär durch die Berge gebaute Straße von Leribe bis zum Katse-Staudamm. Die Berglandschaft, v.a. beim Visitor Centre des Bokong NP mit Blick auf den Wasserfall war absolut grandios. Es wurde allerdings noch besser. Ab Katse fuhren wir eine Piste bis zum entlegenen Ort Thaba Tseka. Entlang dieser Strecke gab es nicht nur hinter jeder Biegung sagenhafte Auslicke, sondern auch wunderschöne Basothodörfer mit Rundhütten. Die Leute leben hier noch völlig ursprünglich, der Transport erfolgt zu Fuß oder mit dem Pony und der häufigste Beruf scheint Hirte zu sein. Diese Region ist die wohl unentwickeltste und ursprünglichste, die ich je bereist habe. Man fühlte sich Jahrhunderte zurück versetzt. Nahe Thaba Tseka sollte es ein Guesthouse geben, dieses existierte jedoch nicht mehr, so dass wir noch bergige 150km (100 davon Piste) über vier Pässe bis zur nächsten Lodge zurücklegen mussten. Die Mmelilni Lodge ca. 20km vor Maseru war jedoch recht ordentlich mit Rundhütten und Bad für 230 Maloti. Das Restaurant hatte zudem eine exzellente vegetarische Platte für 25 M. |
17.Tag Morgens sind wir in die Hauptstadt Maseru gefahren, wo wir uns allerdings nicht lange aufhielten, da es weder Sehenswürdigkeiten, noch andere Großstadtannehmlichkeiten wie Cafés gab.Vormittags sind wir dann in der Malealea Lodge angekommen, dem wunderbar gelegenen Zentrum des Tourismus in Lesotho. Während es im Rest des Landes kaum Übernachtungsmöglichkeiten, noch andersweitige touristische Infrastruktur gibt, steigen hier sogar Reisegruppen ab, was für die Atmosphäre nicht gerade förderlich ist. Nichtsdestotrotz bietet die Umgebung der Lodge grandiose Bergkulisse. Wir sind zuerst auf einer Piste zum Botsoela Wasserfall gefahren, ein herrlicher Ort den wir ganz für uns alleine hatten. Die "Straße" führte dann weiter zu einem viewpoint von dem man die ganze Gegend mit ihren Bergketten und Schluchten überblicken konnte.Die Unterkunft in der Lodge war ordentlich und eine einfach eingerichtete Hütte mit Bad kostete 220M. Das Abendessen für 60M war überraschend gut : Hühnchen mit Gemüse, simpel aber geschmacklich einwandfrei.
18.Tag Morgens haben wir den hier fast schon obligatorischen Ausritt auf Basotho-Ponies unternommen (90M p.P.). Zwei Stunden ging es entlang des dramatischen Pitseng Canyons durch die wilde Berglandschaft Lesothos. Der Ausritt war ein echtes Highlight, aber zwei Stunden waren für meinen Hintern und Rücken absolut ausreichend.Über Maholes Hoek und Quthing ging es dann wieder über die Grenze nach Südafrika, wo wir nach vielen Kilometern Piste endlich wieder auf eine anständige Strasse kamen.Die Landschaft ist auch hier teilweise sehr interessant, aber die Fahrt von Aliwal North nach Queenstown führte viele Kilometer durch absolute Einöde. In Queenstown, einer recht großen Stadt im absoluten Niemandsland übernachteten wir in sehr gepflegten kleinen Zimmern im Val's GH (145R p.P.). Zum Essen hat man hier die Wahl zwischen Steakhouse und Steakhouse, aber die Gerichte (Rinderfilet auf dem heißen Stein, Champignonspieße) im brechen vollen Buffalo Springs Spur waren gut und preiswert.
19.Tag Heute fuhren wir wieder an die Küste, Unser erster Stop war die Großstadt East London, die zwar keine besonderen Sehenswürdigkeiten zu bieten hatte, aber durch die Strandlage, das grüne Hinterland und einige schöne Kolonialbauten nicht unattraktiv war.Nicht weit von East London entfernt ist das wunderschöne Küstenresort Cintsa, wo wir in Michaela's Restaurant zu Mittag aßen. Dieses Restaurant, auf einem Hügel gelegen und mit dem Lift zu erreichen, ist vermutlich eines der schönsten Küstenrestaurants weltweit. Es ist geschmackvoll eingerichtet und von der Terrasse hat man traumhafte Ausblicke auf das Meer, den Strand und die dichte Vegetation des Hinterlandes. Zu allem Überfluss gibt es hier auch noch sehr gutes Essen zu vernünftigen Preisen.Zurück auf der N2 gab es entlang des Great Kei River Passes weitere spektakuläre Ausblicke, bevor die Strecke bis zur Abzweigung nach Coffee Bay landschaftlich eher langweilig wurde. Diese Gegend Südafrikas scheint besonders arm zu sein und man passierte immer wieder triste Wellblechhüttenslums. Die Strecke durch die Küstenregion der Transkei war dann wieder erfreulicher. Schöne traditionelle Xhosa Dörfer mit Rundhütten zieren die wunderschöne Hügellandschaft bis zum Meer.Coffee Bay ist trotz der relativen Abgeschiedenheit recht touristisch, aber dennoch ein entspanntes Örtchen mit Lagune an wildromantischer grüner Küste. |
Wir nächtigten in der Kwa Tshezi Lodge, einem Möchtegern-Komforthotel, was sehr amüsant war. Die Zimmer waren zwar schön und sehr großzügig, aber viel zu teuer (255R p.P. B&B), und wirkten irgendwie unfertig. Dafür war die Lounge wirklich geschmackvoll und luxuriös und abends gab es an der Bar kostenlos Austern und andere Snacks. Der Service war jedoch völlig unfähig und der Chefkoch schien sich für Bocuse persönlich zu halten. Seine wunderbar arrangierte 'Nouvelle Cuisine' war jedoch, vom Dessert abgesehen, geschmacklich reichlich beliebig und die Miniportiönchen überteuert. Das ganze Szenario war in dieser wilden, einsamen Gegend eine fast schon surreale Erfahrung.
20.Tag Da es heute regnete fuhren wir direkt die 400km nach Durban durch. Die Strecke ging durch das ehemalige Homeland der Translei und war landschaftlich nicht übermäßig attraktiv, mit Ausnahme des spektakulären Kei River Pass.Wir kamen recht spät in Durban an, wo wir in der City Lodge nicht weit vom Strand ein Zimmer bezogen. Dieses war zwar recht klein, aber sehr komfortabel (405R).Da Durban eine sehr stark von Indern geprägte Stadt ist entschieden wir uns indisch essen zu gehen. Das Jewel of India im Holiday Inn North Beach soll einer der besten Inder der Stadt sein. Das Restaurant war ziemlich edel und ansprechend eingerichtet. Das Essen war ebenfalls exzellent und gemessen am Standard auch preiswert.
21. Tag Heute verbrachten wir den ganzen Tag in Durban, einer attraktiven und vor allem interessanten Stadt, da hier indische, afrikanische und westliche Einflüsse sich vermischen. Die Märkte sind amüsant und lebhaft, das Zentrum besteht aus modernen schicken Einkaufspassagen und alten Kolonialgebäuden, und die Stadt liegt an einem 6 km langen Strand der von einer breiten Strandpromenade abgegrenzt ist, ein Ferienort mitten in der Großstadt.Zu Abend gegessen haben wir wieder im Holiday Inn, dem Gourmethotel Durbans. Das schicke Daruma bot einwandfreie Sushis und andere japanische Köstlichkeiten zu angemessenen Preisen.
22. Tag Nachdem Achim heute seine Fahrradtour begonnen hatte, verbrachte ich noch einige Zeit in Durban im Workshop, einer wunderschönen Mall in einem alten Kolonialgebäude, und an der Strandpromenade. Danach machte ich mich ebenfalls auf den Weg Richtung Sunshine Coast. Dieser Küstenabschnitt südlich von Durban ist ein sehr beliebtes Feriengebiet, außerhalb der Saison allerdings recht angenehm, da die Gegend ziemlich attraktiv ist mit wilden Sandstränden, vielen Lagunen und tropisch grünem Hinterland.Gutes Seafood Abendessen im Bell&Anchor Restaurant nahe Hibberdene. Unterkunft in einem hübschen Safari Tent für 150R auf dem Campingplatz.
23.Tag Die Hibiscus Coast weiter südlich ist immer noch schön, aber verbauter als die Sunshine Coast. Hier gibt es sogar mit Margate ein Resort in dem man, abgesehen von den Kokospalmen, meinen könnte man sei an der Costa Brava.Ab Port Edward führte die Strasse dann ins Landesinnere durch die Transkei. die Landschaft und die Dörfer hier sind jedoch nicht so schön wie weiter südlich.Die Anfahrt nach Port St. John's, das an einer Flussmündung liegt, war dann allerdings atemberaubend. PSJ selber ist klein und nicht sonderlich attraktiv, die Umgebung des Ortes ist aber traumhaft mit tropischer Vegetation, Lagunen und Stränden, vor allem der Second Beach ist von magischer Schönheit. Hier liegt auch auf einer Anhöhe oberhalb der Lagune 'The Lodge', wo wir übernachteten. Die einfachen Zimmer waren zwar etwas teuer (150R p.P. mit Fr.), aber von der Veranda der Lodge hatte man einen unbezahlbaren Ausblick auf die Küste.Ordentliches Seafood Abendessen im Gecko Moon, aber mieser Service.
24. Tag Durch das Landesinnere wieder zurück nach Umtata und weiter Richtung Coffee Bay, wo wir diesmal allerdings 8km westlich im 'Hole in the Wall Resort' unterkamen. |
Hole in the Wall bezieht sich auf einen Felsdurchbruch vor der Küste, einer der Attraktionen an der Wild Coast. Das Resort liegt zudem an zwei schönen Stränden in grandioser Landschaft. Die Küstenstraße von Hole in The Wall nach Coffee Bay ist zwar mit einem normalen PKW sehr schwer befahrbar, bietet jedoch spektakuläre Ausblicke auf die Küste und passiert schöne, aber arme traditionelle Xhosa-Dörfer.Ich habe heute in der Backpacker Sektion des Hotels übernachtet, wo ich für 55R ein 4-er Zimmer ganz für mich allein hatte. Das Menu im Hotelrestaurant für 50 R war überraschend ordentlich.
25.Tag Auf dem Weg zurück nach Cintsa machte ich noch einen Abstecher nach Kei Mouth und Morgan Bay.Kei Mouth ist ein recht entwickeltes Resort an einer großen Flussmündung am Ende einer 30km langen Piste. Morgan Bay ist kleiner und nur 4km westlich (18km mit dem Auto). Beide bieten schöne Strände, hier ist die Vegetation allerdings nicht mehr so tropisch wie weiter nördlich.Cintsa ist wohl einer der schönsten Orte an der Küste, zumindest von denen die leicht zugänglich sind. Abgesehen von der herrlichen Landschaft bietet Cintsa eben auch den unbezahlbaren Luxus von Michaela's Restaurant, wo wir wieder traumhaft zu Mittag aßen bevor wir in East London ins Hotel gingen. Das Windsor Courtyard hatte ordentliche, wenn auch etwas kleine Zimmer mit Bad für moderate 245R.
26.Tag Der Küstenabschnitt zwischen East London und Port Alfred heißt 'Shipwreck Coast' und bietet größtenteils unberührte Dünenstrände, die gut zugänglich sind. Besonders eindrucksvoll ist die Gegend um Hamburg und Port Alfred selber ist ein attraktiver Ferienort mit einer Marina und vielen Unterkunftsmöglichkeiten. Wir hatten einen Strandbungalow im Spinning Reels, der einfach ausgestattet aber sehr geräumig war (6 Betten) und eine Veranda mit Meerblick hatte. Ein echtes Schnäppchen für 150R. Guten Tagesfisch auf einer tollen Terrasse hatten wir mittags in Guido's Restaurant oberhalb des Strands.Abends machten wir noch einen Ausflug nach Kenton-on-Sea einem gemütlichen Ferienort in besonders schöner Küstenlandschaft.Exzellentes Abendessen im Bock&Hunter in PA. Kudusteak und Pizza. Sehr preiswert!
27.Tag Morgens sind wir zum Frühstücken nach Grahamstown im Landesinneren gefahren. Diese Kolonialstadt mit schönem viktorianischem Zentrum inklusive Kathedrale wirkt sehr euroä?isch und deplaziert in dieser Landschaft, ist aber sehr attraktiv. Das Frühstück im hübschen Dulce Café war auch sehr gut.Weiter nach Port Elizabeth, der mit Abstand größten Stadt der Gegend, direkt an den Hängen oberhalb der Küste gebaut. Die steilen Strassen und Kolonialgebäude erinnern entfernt an San Francisco und die Stadt lies sich gut zu Fuß auf dem ausgeschilderten 5km langen Donkin Heritage Trail erkunden. Vom alten Leuchtturm im Zentrum hatte man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. PE ist eine sehr angenehme und attraktive Großstadt, der einzige Wehmutstropfen ist die hässliche Autobahn, die fast direkt durch das Zentrum gebaut wurde. Zu Mittag gegessen haben wir beim Japaner im extravaganten, kitschigen Restaurant- und Shoppingkomplex an der Strandpromenade. |
Die Sushi waren sehr gut und die Preise moderat.Die Küste südlich von PE ist sehr attraktiv und überraschend unberührt mit Felsküste und Sandbuchten.Übernachtet haben wir in Jeffrey's Bay, einem Strandresort östlich von PE, das vor allem als Surfermecca bekannt ist. Seashells Luxury Accomodation sah von außen sehr gewöhnlich aus, wurde seinem Namen aber mehr als gerecht. Wir hatten ein riesiges, grandioses Apartment mit 2 Schlafzimmern, 2 Badezimmern, Wohnzimmer mit Sofagarnitur, Sat-TV, komplett ausgestatteter, moderner Küche (mit Waschmaschine und Trockner) und riesiger Terrasse mit Grill direkt am Meer. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war ebenfalls sensationell. Den ganzen Luxus gab es für 400R.Gutes Seafood Abendessen und großartige Pilze mit Spinat im Breakers Restaurant.
28.Tag Heute passierten wir den Storm's River Canyon, den offiziellen Beginn der berühmten (und touristischen) südafrikanischen 'Garden Route'.Die erste Station war der 'Big Tree', wie der Name schon sagt ein sehr großer Baum der im waldarmen Südafrika als große Touristenattraktion vermarktet wird. Es ist ein schöner kleiner Spaziergang auf einem Plankenweg durch dichten Wald zum Baum, der zwar nicht unbeeindruckend ist, aber auch nicht vergleichbar mit den kalifornischen Redwoods.Von einem anderen Kaliber ist Storm's River Mouth im Tsitsikamma Nationalpark. Leider ist der Ort auch Anlaufstation von Tourbussen, aber die Küstenlandschaft hier ist traumhaft und auch eine Abwechslung zu den bisherigen Dünenstränden. Steile, dicht bewaldete Cliffs, durchbrochen von der, von einer Hängebrücke überspannten Mündung des Storm's River Canyons, kleine Sand- und Kiesbuchten und grandiose Ausblicke vom View Point, 45 anstrengende Minute Fußweg vom Resort (so anstrengend, dass die Pauschaltouristen hier nicht hochkommen, was fast noch toller war als der Blick. Da die Reisegruppen sämtliche Chalets hier belegt hatten fuhren wir noch weiter Richtung Plettenberg Bay über Nature's Valley, einem wunderbar idyllischen und entspannten Ort an der Küste inmitten dichtester Vegetation mit magischer Lagune und der dramatischen Tsitsikamma Bergkette im Hintergrund.Wir übernachteten in durchschnittlichen, für 350R etwas zu teuren Chalets im schön an Plettenbergs Lagune gelegenen Aventura Resort. In Plett gab es eine absolute Rarität im ländlichen Südafrika : ein (fast) authentisches Thai-Restaurant. Das schicke Lemongrass hatte einen göttlichen auf thailändische Art gegrillten Fisch und sehr gute Tom Yam Khung zu üblichen Preisen. Beim roten Rindercurry bedurfte es etwas Nachwürzung, geschmacklich aber gut. |
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Comments for AndreSTGT about South Africa | | | | |
sing12 Tue Jul 8, 2008 13:50 UTC I think the best way to South Africa is by driving around and in it. Hire a camper van or motor home with friends and family and just enjoy the country for as long as you want. http://www.driveafrica.co.za | SouthernAfricaGuide Mon May 5, 2008 08:49 UTC Hi Andre, all is not as it seems, racially speaking, and a lot of positive things are happening in our country. We just hosted an Afican family at Oak Grove Farm in the heart of the Overberg and there were R1.5m worth of cars outside Rooibos House! | canuck68 Thu Sep 13, 2007 04:49 UTC I think South Africa got to you as it did to me. I enjoyed your very good pictures and your tips. Thanks, Diane | LuisGuimaraes Tue Aug 8, 2006 13:45 UTC very very good page and tips!! haven't read the dairy yet, but will do it when I have more time. Cheers! |
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