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1434 Ethiopia Tips. 3279 Ethiopia Photos. 1 Ethiopia Videos. Ethiopia Pages by chmy
| Page Views: 173 Last Visit to Ethiopia: February, 2008 | Aethiopien by chmy - last update: Mar 3, 2008 |
Addis Abeba - die grosse Ueberraschung Eigentlich hatten wir keine rechte Vorstellung von Aethiopien bevor wir hierhin kamen. Grosse Armut, die Hungersnot der 80er Jahre, aggressive Bettelei waren v.a. die Vorurteile, die uns im Kopf rumschwirrten. Wie schon so oft auf dieser Reise muessen wir unser vorgefertigtes Bild, das wir von einem Land haben, mal wieder voellig ueber Bord werfen. Addis macht Spass! Die schoenen Menschen hier sind extrem freundlich, oft sehr gebildet. Nicht nur eimal, dass wir auf deutsch angesprochen wurden. Natuerlich gibt es viele Bettler und Strassenkinder hier, aber meistens versuchen sie nur Taschentuecher oder Kaugummi zu verkaufen und lassen sich sehr leicht wieder wegschicken. Wir besuchen Museen und Kirchen hier. Und wir haben “Lucy” besucht, die fossilen Uberreste des 3,2Millionen Jahre alten Hominiden, die hier in Aethiopien 1974 gefunden wurde und damit als bis dato missing link endlich eine Wissensluecke in der Anthropologie schliessen konnte. Das Nachtleben entspricht, wie es sich in einer Hauptstadt gehoert, westlichem Standard. Und das Essen – lecker. Die aethiopischen Nationalgerichte zeichnen sich v.a. durch spannende Gewuerzmischungen aus, und wenn wir davon genug haben, gibt es, dank der paar italienischen Besetzerjahre, ganz hervorragende italienische Restaurants. Wir fuehlen uns hier pudelwohl und stellen fest, dass wir viel zu wenig Zeit fuer dieses spannende Land eingeplant haben. |
Wunderbares Gondar Das Camelot Africas wird Gondar genannt - absolute zu recht. Eine riesige Burgen- und Schloesseranlage aus dem 17. und 18. Jahrhundert dominiert das Stadtbild dieses kleinen Oertchens. Ein Anblick, den man mitten in Afrika wirklich nicht erwartet. Wir sind sprchlos und haben Spass dabei, jeden Winkel der Burgen zu erkunden, inclusive der obligaten Loewenkaefige, und auf den Ruinen rumzuklettern. Eine fuer uns ganz neue Reiseerfahrung hier in Afrika. Nachdem wir uns hier noch nicht voellig verausgabt haben, geht es gleich weiter zu einer der anderen SEhenswuerdigkeiten hier in Gondar: Fassilidas Pool. Ein 400 Jahre altes Wasserbecken, das fuer bestimmte orthodoxe Riten genutzt wird, indem alle Glaeubigen gleichzeitig hineinspringen und dort schwimmen. Wir haben einen hervorragenden Fuehrer: Als wir noch mit dem Taxifahrer darueber verhandelten, was die Fahrt zu Fassilidas Pool kosten soll, mischt sich der 15jaehrige Emmanuel ein, macht dem Taxifahrer schnell klar, dass er besser dran ist, wenn er den geringeren Preis akzeptiert, als hinterher ganz ohne Geld dazustehen. Darauf willigt der Taxifahrer ein, Emmanuel steigt mit in den Wagen. Mit viel Charme und Witz fuehrt e runs durch die Anlage und zeigt uns noch den Rest des Staedtchens. Eine Sehenswuerdigkeit bleibt uns mit der Selassi CHruch noch, einer orthodoxen Kirche aus dem 17. Jahrhundert mit beeindruckenden Wandmalereien. Genaugenommen ist die gesamte Kirche von innen bemalt mit Bibelszenen, Engeln, Heiligen etc. Sogar eine "Mohammed-Karrikatur" findet sich: Mohammed mit grossem Turban reitet auf einem Kamel, das vom Teufel gefuehrt wird. Zum Glueck ist dies in der islamischen Welt nicht so bekannt wie die daenischen Karrikaturen… |
Die Koenigin von Saba und Michael Ballack Axum ist ein Ort voller Geheimnisse, voller Mythen, ein Paradies fuer Archaeologen. Es ist der noerdlichste Punkt unserer Odyssee durch Afrika. Eritrea ist nicht weit und Kamelkarawanen kommen aus dem Sudan hierher. Ueberall in der STadt stehen Obelisken; wir besichtigen die Ruinen des (angeblichen) Palastes der Koenigin von Saba. Ein deutsches Archaeologen-Team ist fleissig dabei, noch mehr Geheimnisse auszubuddeln. In unserem Hotel sitzen von morgens bis abends zwei ernste Damen, die Stunde um Stunde damit verbringen, die gefundenen Scherben wieder zu GEfaessen zusammenzusetzen. Und dann soll ja noch die Bundeslade mit den steinernden Gebotstafeln hier in Axum sein. Aufbewahrt in einer kleinen Kirche, bewacht von einem einzelnen Moench. Niemand darf sie sehen. Laut der Legende kam die Bundeslade aus Israel hierher, nachdem die Koenigin von Saba Koenig Salomo in Israel besuchte. Dieser, sehr von ihrer Schoenheit angetan, machte ihr ein eindeutig unmoralisches Angebot, das die Koenigin von Saba entsetzt ablehnte. Um sich zu entschuldigen, sagte Salomo, falls er sie noch einmal bedraengen wuerde, duerfe sie aus seinem Reich mitnehmen, was immer sie wolle. Im Gegenzug aber muesse sie tun, was immer er von ihr verlange, wenn sie irgendetwas in seinem Palast ohne seine ausdrueckliche Erlaubnis anfassen wuerde. Sie liess sich auf diesen Handel ein und es gab ein feudales Abendessen mit stark gesalzenem Fisch. Des nachts bekam die Koenigin brennenden Durst. Salomo stellte sich schlafend, so tief, dass sie ihn scheinbar nicht wecken konnte, um seine Erlaubnis einzuholen. Der Durst war so gross, dass sie einfach trank, woraufhin Salomo aufsprang und ihr Versprechen einforderte. Aus dieser Nacht entstand ein Sohn, Menelik I. Als dieser erwachsen war, reiste er ebenfalls nach Israel, um seinen Vater zu treffen. Von ihm bekam er die Bundeslade, die er daraufhin nach Axum brachte. Und hier ist sie angeblich heute noch. Denn die stark glaeubigen orthodoxen Aethiopier sind davon ueberzeugt, dass Gott in seiner Weisheit genau wusste, dass die Bundeslade nur hier sicher sei. Waere sie in Israel geblieben, waere sie heute sicherlich eine Touristenattraktion und wuerde vermarktet wie Disneyworld. Noch voellig benommen von all den Monumenten und Geschichten hoeren wir ploetzlich “Michael Ballack!!”. Natuerlich sehen wir uns um, und tatsaechlich, wir, d.h. Christian ist gemeint. Nicht das erste Mal hier in Aethiopien wird er angesprochen, dass er bestimmt Deutscher sei, da die Aehnlichkeit zu Michael Ballack nicht zu uebersehen sei. Besser als mit Woerns verglichen zu werden, oder? Mehr unter Aethiopien 2 |
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Comments for chmy about Ethiopia | | | | |
mickybleck Wed Mar 26, 2008 17:16 UTC Schoene Gruesse aus der deutschen Nachbarschaft...ich waere auch noch gerne in Aethiopien... |
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