| Page Views: 949 Last Visit to Kirchensittenbach: - | Kirchensittenbach by AnnaLupilla - last update: Dec 3, 2004 |
The community of Kirchensittenbach is located in one of the neatest vallies of Frankenalb in the heart of the Veldensteiner Forst. Its' landmark is Burg Hohenstein. Picturesque villages change with church of Bartholomew, grounds of a defensing church, Tetzelschloss in Kirchensittenbach and Margarethenkirch in Oberkrumbach. |
Kirchensittenbach hat sich im Laufe der Jahrhunderte zum Mittelpunkt des Sittenbachtales entwickelt und ist das auch nach der Gemeindegebietsreform (1971-1977) geblieben. Die alte ausgedehnte Pfarrei, die Grundherrschaft der Tetzel, die Schule, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bindungen zum Umland, aber auch die geographische Lage haben diese Entwicklung begünstigt.
Zur Gründung: Im Weihekatalog (1062-1071) des Bischofs Gundekar von Eichstätt ist Kirchensittenbach - entgegen der bis vor Jahren vertretenen Auffassung - nicht enthalten, sondern der dortige Vermerk dürfte sich wohl auf Altensittenbach ("Niedernsittenbach") beziehen. Es ist aber davon auszugehen, daß schon im 11./12. Jahrhundert ein Geistlicher in Kirchensittenbach, dessen umfangreicher Pfarrsprengel nach Bamberg gehörte, tätig war.
Die erste Siedlung: Erstmals ist im Jahr 1270 ein Plebanus Siboto von Siccenbach für Obernsittenbach als Zeuge genannt. Kirchensittenbach tritt als Siedlung ertmals im baierischen Salbuch um 1275 auf. Als Grundherren wirkten bis zum 14. Jahrhundert die Herren der Sittenbeck. In einer Urkunde über einen erfolgten Gütertausch im Jahr 1350 wird ein "Friedrich der Alt Erlbeck" genannt. Damals ging die Kirchensittenbacher Grundherrschaft an die Erlbeck über. In jener Zeit waren Sicherheit und Ordnung im Lande weithin geschwunden. Die einheitliche Gewalt war zerfallen, die aufblühenden Städte machten den Fürsten die Gelder streitend und lieferten einander blutige Kleinkriege.
Die Kriege: Auch den Kirchensittenbachern blieb das Kriegsleid nicht erspart. Im sogenannten "Städtekrieg", in der Auseinandersetzung der Fürsten und der Städte, wurde Kirchensittenbach im Jahr 1391 von den Nürnbergern ausgeraubt und in Asche gelegt. Das gleiche Schicksal erlitt das Dorf im Jahr 1450. Nürnberger Kriegsknechte plünderten in einer Art Raubzug das Dorf und nahmen mit, was die Kirchensittenbacher nicht in den stark befestigten Kirchhof, der mit Wehrtürmen und einem Mauerring umgeben war, hatten retten können. Von diesem Fliehhof um die Kirche zeugen heute noch Mauerreste, der Torturm und das aus dem Jahr 1474 stammende "Frühmessnerhaus", das spätere zweite Pfarrhaus.
Kirchensittenbach und Nürnberg In den folgenden Jahren konnte die Reichsstadt Nürnberg durch den regen Handel und durch geschickte Politik ihre Macht immer mehr stärken und ihr Gebiet immer mehr ausdehnen. So kam Kirchensittenbach, wie auch Hohenstein, 1504 an Nürnberg, das es bis zum Jahr 1806 behalten konnte. Viele Höfe in und um Kirchensittenbach waren bis dahin der Kirchensittenbacher Herrschaft zehntpflichtig. Mit Nürnberg wurde auch Kirchensittenbach evangelisch. Hier hielt die Reformation im Jahr 1528 ihren Einzug. Der Grundherr Klaus Erlbeck verkaufte seinen Adelssitz an den Nürnberger Ratsherrn Jobst Tetzel. |
Die neue Ordnung Dieser finanzkräftige Patrizier zeigte sich als kluger und weitblickender Grundherr. Er ordnete und vergrößerte die adelige Hofmark, widmete seine Fürsorge auch der Landwirtschaft (die Feldfrüchte wurden durch Verordnung geschützt und die Bewohner zum Obstbau ermuntert), ließ eine Ziegelhütte bauen und veranlaßte die Dorfbewohner, daß sie ihre Gebäude nicht mehr mit Stroh, sondern mit Ziegel bedeckten. Bemerkenswert sind auch die Bestimmungen der Dorfordnung, die sich vorteilhaft für die Bewohner auswirkten. Die Sicherheit in Dorf und Flur wurde erhöht, eine Feuerschau bestimmt und eine Feuerwehr aufgestellt. Interessant ist der Inhalt der Gewerbeordnung, die den Wirten, dem Bäcker und Müller genaue Vorschriften machte und damit bereits im Jahre 1570 eine Art Lebensmittelrecht darstellte. Die Sorge des neuen Dorfherren galt auch der Schule und der Erziehung der Jugend. Seine Bestimmungen waren der Anfang der Schulpflicht in Kirchensittenbach.
Das Erbe Jobst Friedrich Tetzel, der keine Nachkommen hatte, schloß in seinem Testament die Nachkommen seines, mit ihm verfeindeten Bruders, als Erben aus und gründete durch Testament die Tetzel'sche Familienstiftung, die im Jahre 1640 in Kraft trat und heute noch besteht. Die Administratoren kamen im Laufe der Jahrhunderte aus angesehenen Nürnberger Patrizierfamilien.
Ausgrabungen
Weit über den Heimatkreis hinaus bekannt sind die vorgeschichtlichen Funde auf der Hochfläche westlich von Kirchensittenbach in der Waldabteilung "Beckersloh". Dort befindet sich ein Friedhof mit 16 Grabhügeln aus der Hallstattzeit (ca. 750 bis 500 v. Chr.). Die daraus geborgene Tonplastik eines Pferdes mit einer Schale auf dem Rücken - das "Sonnenpferdchen von Beckersloh" - stellt einen außergewöhnlichen Kultgegenstand dar.
Der Hopfen Typische Hopfenhäuser verleihen dem Ortskern von Kirchensittenbach einen besonderen Charakter und geben Kunde von einem regen Hopfenbau, der in den Jahren nach dem 30jährigen Krieg aufkam. Bis vor 50 Jahren prägten die Hopfenäcker, die vom Herbst bis zum Frühjahr durch Stangenkuppeln "markiert" waren, die Fluren des Tales. Der Hopfenanbau ging aber immer weiter zurück und wurde in Kirchensittenbach 1973 ganz aufgegeben. |
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AnnaLupilla's Kirchensittenbach Travel Tips
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Comments for AnnaLupilla about Kirchensittenbach | | | | |
pepples46 Fri Dec 3, 2004 22:23 UTC very much off the beaten path places in Bavaria, good stuff....I'll be back |
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